Wie steht es mit der Chancengleichheit an deutschen Schulen? Diese Frage beantwortete die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mit ihrer neuen Studie. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Chancen für Kinder aus einem sozial schwachen Umfeld verbessert haben. Trotzdem gehört Deutschland zu den OECD-Staaten, bei denen der Schulerfolg eines Jugendlichen stärker vom sozioökonomischen Hintergrund abhängt als in anderen Ländern. Dabei liegen wir weit hinter China, Singapur und Estland auf Platz 12. Zusätzlich wird die schulische Leistung der Jugendlichen durch eine doppelte Benachteiligung geschwächt: Bildungsbenachteiligte Schüler besuchen oft Schulen, an denen die meisten Kinder und Jugendlichen aus einem ähnlichen Umfeld stammen. An diesen Schulen sind die Leistungen insgesamt schlechter als an Schulen, an denen Stärkere Schwächere unterstützen können.

In der Studie wurden nun zum ersten Mal auch Kinder und Jugendliche befragt, ob sie sich an ihrer Schule integriert fühlen, ob sie zufrieden mit ihrem Leben sind und ob sie sich die Bewältigung schwieriger Herausforderungen zutrauen. Dabei war die Zustimmung der sozial benachteiligten Schüler deutlich geringer als bei Kindern aus privilegierten Elternhäusern.

In den letzten 50 Jahren gab es eine Bildungsexpansion, bei der immer mehr Menschen das Abitur oder ein Studium absolviert haben. Wir sehen jedoch, dass auf dem Weg zur Chancengleichheit noch einige Hürden zu überwinden sind. Hier muss der Staat ganz klar noch investieren. Aber mit der zusätzlichen Unterstützung durch Sozialunternehmen wie Chancenwerk, Balu und Du, Netzwerk Chancen gestalten und auch ROCK YOUR LIFE! können wir das schaffen und mehr Bildungsgerechtigkeit in Deutschland erreichen. Die OECD-Studie hat uns gezeigt, auf welche Fortschritte wir stolz sein können und woran wir noch arbeiten müssen, sodass alle Jugendliche sich gleichermaßen auf eine erfolgreiche Zukunft freuen können.