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RYL!-News _

Der Traum vom Fliegen: für unsere Mentoring-Paare ist er wahr geworden [09.05.2018]

„Wir wollen hoch hinaus“. Das war auch in diesem Jahr für unsere frisch gestarteten Mentoring-Paare aus München klar. Dabei sollten sie aber nicht nur persönlich wachsen, sondern auch tatsächlich in luftige Höhen abheben können. Möglich war das im Rahmen der Flying Challenge, einem Kooperationsprogramm zwischen ROCK YOUR LIFE! und der Airbus Foundation. Unsere Schüler und Studierenden durften bei einem krönenden Abschlussevent am vergangenen Samstag in einem Flugzeug ihrer Wahl durch den blauen Himmel über München fliegen.

Begonnen hat das sechsmonatige Programm im Winter 2017. Dabei trafen unsere Münchner Mentoring-Paare zum ersten Mal auf die Mitarbeiter von Airbus, die sie künftig unterstützen sollten. Seither begleitete je ein sogenannter Airbus-Mentor ein Mentoring-Paar und lieferte einen direkten Einblick ins Berufsleben sowie die Arbeit bei Airbus. „Unser Airbus-Mentor hat uns bisher nicht nur durch den Airbus Showroom geführt und uns von seinem Arbeitsalltag berichtet, sondern auch ein zweiwöchiges Praktikum für meinen Mentee organisiert“, erzählt der Student Joshua.

Zum Abschluss der gemeinsamen Zeit trafen sich alle Mentoring-Paare und ihre Mentoren zur Flying Experience auf dem Flugplatz Oberschleißheim wieder. Dorthin eingeladen waren auch Melinda und Iris, ein Mentoring-Paar aus Hamburg. In der Hansestadt fand in diesem Jahr zum ersten Mal die Flying Challenge für unsere Mentees und Mentoren statt. Zu diesem Auftakt wurde unter allen Teilnehmer ein Paar ausgelost, welches dann nach München fliegen durfte. Am vergangenen Samstagnachmittag hatten die Mentees und Mentoren dann die einmalige Gelegenheit in einem Segelflieger, Helikopter oder einer Propellermaschine ihrer Wahl mitzufliegen. „Für mich war es der erste Flug. Es war der Hammer“, berichtet eine Mentee aufgeregt.

Mentoring hautnah: Wie es ist ROCK YOUR LIFE! Mentorin zu sein – Teil 1 [02.05.2018]

Der Kern von ROCK YOUR LIFE! ist das Mentoring – die Unterstützung eines Mentors für einen Schüler. Als Kommunikationsverantwortliche bei ROCK YOUR LIFE! schreibe ich quasi täglich über unser Mentoring-Programm. Selbst erfahren habe ich dieses aber noch nicht. Tatsächlich war auch ich bereits einige Male Mentorin, beispielsweise damals für die jüngeren Mädchen in meiner Sportmannschaft oder für meine beste Freundin in der Grundschule. Aber eine qualifizierte Mentorin im ROCK YOUR LIFE! Universum, die eine anfänglich noch fremde Mentee unterstützt, war ich noch nicht.

Mit diesem Gedanken im Hinterkopf und der Aussage einer Kollegin, dass ihr noch Mentoren fehlen, war für mich schnell klar, das ist meine Gelegenheit. So meldete ich mich bei der Verantwortlichen an und das erste Training sollte schon zeitnah am 1. März beginnen. Obwohl ich an jenem ersten Trainingstag noch keinen der anderen Mentoren kannte, stellte sich bei mir keine große Aufregung ein. Das war auch gar nicht notwendig. Direkt nach meinem Eintreffen wurde ich sehr herzlich und offen von den neugierigen Mentoren sowie der Trainerin begrüßt und sogleich einbezogen. Bei diesem Training nur für Mentoren ging es darum, Möglichkeiten und Grenzen des Mentoren-Daseins abzustecken: Was kann ich leisten und was muss vom Mentee selbst ausgehen? Die wichtigste Erkenntnis für mich an diesem Tag war, mir bewusst zu werden, dass Mentoring auf Augenhöhe stattfindet und beide Teilnehmer davon profitieren.

Am nächsten Tag sollten wir nun auch die Mentees kennenlernen. Meine anfängliche Spannung steigerte sich noch, als sie auf sich warten ließen. Mit einiger Verspätung trafen endlich die neugierigen aber gleichzeitig zurückhaltenden Mentees ein. Die Begrüßungen waren teilweise noch hölzern, aber die Trainerin konnte uns mit einem Spiel auflockern. In den Stunden danach konnte ich jeden Mentee etwas näher kennenlernen. Dabei half mir unter anderem das Speed-Dating, bei dem uns die Trainerin für jedes neue Gespräch ein Thema vorgab. So redete ich mit Natalia* über ihren motivierten Plan hin zur Sommer-Bikini-Figur, lachte mit Lisa* über ihre Autopanne in Griechenland und lauschte Alis* Begeisterung für Chemie. Anschließend durfte jeder seine drei favorisierten Mentees bzw. Mentoren auf einem Wunschzettel vermerken. In der Auswertung versuchten die Organisatorin zusammen mit der Trainerin alle Wünsche zu berücksichtigen. Dennoch war ich aufgeregt und tauschte mich mit den anderen aus. Ob wir wohl einen unserer drei Lieblingskandidaten bekommen würden? Tatsächlich hat es bei mir geklappt und seit Anfang März treffe ich nun meine Mentee Lisa. Das ist nicht immer einfach, wenn wir beide mal wieder sehr beschäftigt sind. Dennoch sind die Treffen spannend, vor allem da wir auf ein gemeinsames Ziel, die Schule zu schaffen und sich beruflich zu orientieren, hinarbeiten.

*Namen geändert

Die neuen ROCK YOUR LIFE! Standorträte: Für mehr Mitbestimmung im Netzwerk [24.04.2018]

Vergangenen Freitag besuchte uns der frisch gewählte ROCK YOUR LIFE! Standortrat auf der Praterinsel. Die Standorträte Jana, Marie, Jan-Lukas und Till fungieren als Bindeglieder zwischen den Vereinen und der ROCK YOUR LIFE! gGmbH. Sie prüfen als neutrales und demokratisch legitimiertes Gremium das RYL! Programm und bestimmen dieses aktiv mit. So können Themen für unsere Netzwerkveranstaltungen – wie die Vorsitzendenversammlung – einbringen.

Bei dem ersten Treffen zwischen den Standorträten und der gGmbH gaben unsere Geschäftsführer Alisa und Max sowie RegioRocker Basti einen ersten Einblick in aktuelle Erfolge und Herausforderungen bei RYL!. Dabei konnten Jana, Marie, Jan-Lukas und Till von ihren eigenen Erfahrungen als Vorsitzende berichten und wichtige Impulse geben. Nach einer sonnigen Mittagspause auf unserer Dachterrasse starteten alle Teilnehmer in eine intensive Besprechung zur Zukunft des Standortrates. Im Ergebnis ist der Standortrat Ansprechpartner für jegliche Wünsche und Anregungen der Vereine. In seiner Amtszeit kümmert er sich noch bis Herbst 2018 darum, einen Bewerbungsprozess und die Wahl der neuen Standorträte zu organisieren. Dieser wird auf der ROCK YOUR LIFE! Vorsitzendenversammlung vom 05. bis 07. Oktober 2018 neu gewählt.

Beim ersten Standortrattreffen dabei waren Max, Alisa, Jan-Lukas, Marie, Basti, Jana und Till (v.l.n.r.)

Beim ersten Standortrattreffen dabei waren Max, Alisa, Jan-Lukas, Marie, Basti, Jana und Till (v.l.n.r.)

Woche der beruflichen Bildung: Mehr Orientierung für junge Menschen [17.04.2018]

Passend zur Woche der beruflichen Bildung vom 16. – 22. April 2018 wurde auch der neue Berufsbildungsbericht in der Süddeutschen Zeitung veröffentlich und zeigt einen negativen Trend: jeder vierte Lehrling bricht seine Ausbildung ab. Das waren im Jahr 2016 insgesamt 146.000 aufgelöste Ausbildungsverträge. Doch nicht nur Ausbildungsberufe sind davon betroffen. Laut dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung bricht auch jeder dritte Studierende sein Studium ab. Woran aber kann das liegen? Speziell auf die Ausbildungsberufe bezogen gab eine Vielzahl der Befragten an, das Ausbildungsgehalt reiche ihnen kaum oder nicht, um über die Runden zu kommen. Doch ebenso häufig brechen Lehrlinge und Studierende wegen falscher Vorstellungen von Ausbildung oder Studium ab. Auch der Umstand, dass viele Lehrstellen unbesetzt sind und ein Wechsel daher leichter möglich ist bzw. zahlreiche verschiedene Studiengänge die Qual der Wahl mit sich bringen, treibt die Abbruchquote in die Höhe.

Wie kann man diesem Trend nun entgegenwirken? Aktuell besucht Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Zuge der Woche der beruflichen Bildung zahlreiche Ausbildungseinrichtungen in ganz Deutschland, um sich einen Überblick zu verschaffen. Besonders wichtig erscheint es jedoch, Jugendlichen schon während der Schulzeit eine umfangreiche Berufsorientierung zu ermöglichen. Genau darauf ausgerichtet ist auch unser Mentoring-Programm. Kernbestandteil dabei ist, dass sich unsere Mentees gemeinsam mit ihrem Mentor mit dem Thema Zukunft und der beruflichen bzw. schulischen Entwicklung beschäftigen. Ganz konkret arbeiten unsere Mentoring-Paare an diesem Thema während der zweiten Trainingseinheit, dem so genannte JobCoach-Training. Dort können sie ihr Potential entfalten, Interessen und Stärken erkennen, passende Berufswege entdecken und dadurch glücklich und erfolgreich in ihre Zukunft starten.

Mentoring Summit: Wenn Forschung und Praxis aufeinandertreffen [22.03.2018]

Vergangene Woche waren unsere Evaluationsbeauftragte, Eva, und unsere Projektmanagerin von ROCK YOUR COMPANY!, Julia, Teil des 3. European Mentoring Summit in der Humboldt Universität zu Berlin. Neben unseren Rockerinnen waren auch amerikanische Vorreiter vertreten, die im Vergleich zu europäischen Mentoring-Forschern einen Vorsprung von rund 20 Jahren vorweisen können. In dem Zuge stellte die Amerikanerin und wohl bekannteste Mentoring-Forscherin, Jean Rhodes, ihre aktuellen Untersuchungen vor. „Die wichtigste Erkenntnis aus dem Vortrag war für mich, dass Mentoring kein Allheilmittel ist. Es muss gut gemacht sein, um zu wirken. Daher arbeiten wir bei ROCK YOUR LIFE! kontinuierlich daran, unser Programm weiterzuentwickeln“, resümiert Eva.

Neben einem regen Austausch zwischen mehr als 200 Teilnehmern aus 19 Ländern nahmen Eva und Julia an zahlreichen Vorträgen, Workshops und Impulsreferaten mit anschließenden Diskussionen zu Themen wie Wirksamkeit, Online-Mentoring und der Bedeutung von Trainings teil. Dabei erhielten sie nicht nur einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand im Bereich Mentoring, sondern auch Einblicke in die Praxis verschiedenster Mentoring-Programme aus Europa und den USA. „Besonders spannend war mein Workshop zu neun unterschiedlichen Mentoring-Programmen. Am Ende vereinbarten alle Teilnehmer eine Plattform einzurichten, auf der aktuelle Forschungsergebnisse geteilt werden und ein kontinuierlicher Austausch stattfindet. So können wir alle über den Tellerrand schauen und voneinander profitieren“, berichtet Julia.

Veranstalter des 3. European Mentoring Summits waren das Netzwerk Berliner Kinderpatenschaften e.V., das European Center for Evidence-Based Mentoring, der Verein kein Abseits! sowie die Agentur für Bildung. Der nächste Summit findet 2020 statt – es wird gemunkelt, dass es ein Veranstaltungsort im sonnigen Süden werden soll. Wir sind also gespannt und freuen uns schon jetzt auf den erneuten Austausch.