Steigendes Bildungsniveau, attraktive Hochschulstudiengänge und weiterhin Herausforderungen mit Blick auf faire Bildungschancen. Der Nationale Bildungsbericht „Bildung in Deutschland 2018“ zeigt einige Erfolge, aber auch Herausforderungen im letzten Jahr. Die Bundesregierung musste aufgrund der Herausforderungen neue Ziele festsetzen. Es besteht immer noch ein enger Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und dem Bildungserfolg von Schülern. Der Migrationsanteil an Hauptschulen beträgt 47 Prozent – an Gymnasien nur 23 Prozent. Außerdem sind 26 Prozent der Eltern von Hauptschülern gering gebildet, während das nur 4 Prozent der Eltern von Gymnasiasten betrifft. Der Deutsche Gewerkschaftsbund konnte feststellen, dass auf der einen Seite zahlreiche Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben und gleichzeitig viele junge Menschen trotz Bewerbungen keinen Platz bekommen. Daher mündeten 2016 fast 300.000 im Übergangssystem. Das betrifft vor allem Schüler mit einem geringeren Bildungsabschluss. Deshalb konzentrieren wir uns bei unserem Eins-zu-Eins-Mentoring-Programm auf Schüler, die einen geringen Bildungsabschluss anstreben. Bisher konnten wir über 6.000 Mentoring-Paare zusammenbringen und so für bessere Zukunftsperspektiven sorgen.

Laut des Bildungsberichts muss für mehr Gerechtigkeit schon in der Grundschule gute Bildung garantiert werden. Die Bundesregierung hat sich daher zum Ziel gesetzt, dass jeder die bestmöglichen Bildungschancen erreichen soll – unabhängig von sozialer Herkunft und materiellen Möglichkeiten. Dabei wird als Voraussetzung für den Bildungserfolg aller die Qualifizierung der Lehrkräfte gesehen. Sie sollen besser auf den Umgang mit der immer größeren Vielfalt der Schüler vorbereitet werden. Dabei sollen Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien besonders gefördert werden. Bisher lässt die Bundesregierung offen, wie sie für bessere Qualifizierung und Unterstützung sorgen will. Wir verfolgen gespannt, was die Politik im Bereich Bildung in diesem Jahr anstoßen wird. Die Verbesserung des Lehrpersonals kann jedoch nicht die einzige Möglichkeit sein. Die Lösung wird sein, allumfassend anzusetzen. Unser Ansatz ist es, die Schüler direkt zu unterstützen und jedem individuelle Unterstützung an die Hand zu geben.