Mein Name ist Eser (Dritter von links), ich bin Jahre 15 alt und gehe in die 8. Klasse der Icho-Schule in München. Durch ROCK YOUR LIFE! und die Airbus Foundation hatte ich die Möglichkeit sechs Monate als Mentee einen tollen Airbus-Mitarbeiter als Mentor zu haben und mit ihm ein großes Projekt umzusetzen: den Stratoballon. Aber fangen wir von vorne an. 

Die Idee zum Projekt

Die Idee, das Projekt Stratoballon – was für ein cooles Wort übrigens – zu starten, hatte mein Mentor, Patric. Ich war erstaunt von der Idee, da ich noch nie bei so einem großen Projekt mitgemacht habe. Patric erklärte mir alles Schritt für Schritt. Es klang zuerst sehr kompliziert, aber auf jeden Fall nach einem Abenteuer. Wir fingen also gleich in der nächsten Woche an gemeinsam einen Fallschirm zu bauen. Es hat lange gedauert bis wir ein Ergebnis hatten. Vier Stunden haben wir insgesamt genäht und gebastelt. Am Ende hatte sich die Arbeit aber gelohnt und wir hielten einen sehr stabilen Fallschirm in den Händen. Wir haben ihn gleich noch am selben Tag getestet. Dazu sind wir auf eine hohe Brücke gefahren und haben ein zwei Kilogramm schweres Gewicht am Fallschirm befestigt und ihn von der Brücke „fallen“ lassen. Es hat funktioniert! Der Fallschirm ist aufgegangen, hatte somit seine Funktion erfüllt und ist anschließend sanft gelandet.

Den Ballon steigen lassen

Ein paar Wochen später haben Patric, sein Sohn und ich dann einen radioaktiven Strahlungsempfänger gelötet. Wir trafen uns immer wieder, bastelten und arbeiteten an unserer Mission weiter bis dann der große Tag kam: die Flying Experience organisiert von der Airbus Foundation und ROCK YOUR LIFE!. Dabei starteten wir den Ballon und alle Teilnehmer schauten gespannt  zu. Der Ballon stieg weiter und weiter bis er aus unserem Sichtfeld war. Auf seinem höchsten Punkt erreichte er eine Höhe von sage und schreibe 37.500 Metern. Er ist damit höher und vor allem weiter geflogen als geplant. 

Den Ballon aus dem Baum befreien

Wir haben lange mitgefiebert, wie hoch der Ballon steigen würde, bevor er platzt. Wir hatten auch kurzzeitig befürchtet, dass der Ballon gar nicht platzt, weil er zu wenig Helium enthält. Aber es hat dann doch geklappt und der Ballon ist geplatzt. Laut Vorhersage sollte der er in Memmingen landen. Er flog jedoch wesentlich weiter und kam in einer Ortschaft namens Bärenthal in Baden-Württemberg an. Dort hatte sich der Ballon in mitten eines Waldes auf einem Baum in ca. 5 Metern Höhe verfangen. Zusammen mit meinem Mentor, einem Praktikanten und einem Airbus-Mitarbeiter schafften wir es mit einer Greifzange den Ballon auf den Boden zu holen. Danach machten wir uns daran, die Styroporkapsel am Ballon zu öffnen. Daran befestigt waren mehrere Kameras, die Fotos im Weltall gemacht hatte. Diese sahen wir uns noch direkt vor Ort an. Noch spannender als die Fotos war jedoch der Inhalt der zwei Partikelsammler. Da die Kapsel sich hoch oben automatisch geöffnet hatte, konnten die Partikelsammler „außerirdische“ Substanzen aufnehmen. Wir hatten auch mehrere Souvenirs wie z.B. Bilder und Geldscheine in der Kapsel platziert, mit denen wir jetzt Zertifikate, Urkunden und Ähnliches herstellen können.Nach dieser langen Fahrt nach Bärenthal und wieder zurück sowie den spannenden Entdeckungen, kamen wir erst nach Mitternacht wieder zu Hause in München an. Für mich war es ein tolles und besonders abenteuerliches Erlebnis. Danke Airbus Foundation, die uns das alles mit der Flying Challenge ermöglicht!