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Die Debatte ist tot, es lebe die Debatte

„Die Debatte um Chancengerechtigkeit ist tot.“ So lautete die bewusst provokante Feststellung von Michael Okrob, Gastredner und Geschäftsführer der START-Stiftung bei unserem letzten Insulanertreffen in München. Einmal im Monat lädt die Benckiser Stiftung Zukunft die auf der Praterinsel ansässigen Organisationen zu gemeinsamen Gesprächsrunden (Insulanertreffen) ein, um sich über aktuelle und relevante Themen aus dem gemeinnützigen Sektor auszutauschen. Dieses Mal drehte sich alles um die Frage nach der Notwendigkeit neuer Argumente für Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit, um „auf dem Markt der politischen Aufmerksamkeit“ wieder eine tragende Rolle zu spielen. Gemeinsam mit anderen Organisationen wie Chancenwerk, Joblinge und Kiron diskutierten wir, ob die Debatte um Chancengerechtigkeit in ihrer bisherigen Form wirklich ehrlich und zielführend sei, ob wir als Organisationen Individuen zu sehr aus der eigenen Verantwortung entlassen und ob wir die Fortschritte, die in den letzten Jahren bereits erzielt wurden, überhaupt anerkennen. „Wir brauchen ein mutiges und anspruchsvolles Fortschrittsnarrativ“ in diesem Feld, um in der Gesellschaft nachhaltig etwas zu bewegen. Eine inspirierende Runde, die auch uns als Mentoring-Organisation zum Nachdenken anregt.”