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Mentoring hautnah: Wie es ist ROCK YOUR LIFE! Mentorin zu sein – Teil 1

Der Kern von ROCK YOUR LIFE! ist das Mentoring – die Unterstützung eines Mentors für einen Schüler. Als Kommunikationsverantwortliche bei ROCK YOUR LIFE! schreibe ich quasi täglich über unser Mentoring-Programm. Selbst erfahren habe ich dieses aber noch nicht. Tatsächlich war auch ich bereits einige Male Mentorin, beispielsweise damals für die jüngeren Mädchen in meiner Sportmannschaft oder für meine beste Freundin in der Grundschule. Aber eine qualifizierte Mentorin im ROCK YOUR LIFE! Universum, die eine anfänglich noch fremde Mentee unterstützt, war ich noch nicht.

Mit diesem Gedanken im Hinterkopf und der Aussage einer Kollegin, dass ihr noch Mentoren fehlen, war für mich schnell klar, das ist meine Gelegenheit. So meldete ich mich bei der Verantwortlichen an und das erste Training sollte schon zeitnah am 1. März beginnen. Obwohl ich an jenem ersten Trainingstag noch keinen der anderen Mentoren kannte, stellte sich bei mir keine große Aufregung ein. Das war auch gar nicht notwendig. Direkt nach meinem Eintreffen wurde ich sehr herzlich und offen von den neugierigen Mentoren sowie der Trainerin begrüßt und sogleich einbezogen. Bei diesem Training nur für Mentoren ging es darum, Möglichkeiten und Grenzen des Mentoren-Daseins abzustecken: Was kann ich leisten und was muss vom Mentee selbst ausgehen? Die wichtigste Erkenntnis für mich an diesem Tag war, mir bewusst zu werden, dass Mentoring auf Augenhöhe stattfindet und beide Teilnehmer davon profitieren.

Am nächsten Tag sollten wir nun auch die Mentees kennenlernen. Meine anfängliche Spannung steigerte sich noch, als sie auf sich warten ließen. Mit einiger Verspätung trafen endlich die neugierigen aber gleichzeitig zurückhaltenden Mentees ein. Die Begrüßungen waren teilweise noch hölzern, aber die Trainerin konnte uns mit einem Spiel auflockern. In den Stunden danach konnte ich jeden Mentee etwas näher kennenlernen. Dabei half mir unter anderem das Speed-Dating, bei dem uns die Trainerin für jedes neue Gespräch ein Thema vorgab. So redete ich mit Natalia* über ihren motivierten Plan hin zur Sommer-Bikini-Figur, lachte mit Lisa* über ihre Autopanne in Griechenland und lauschte Alis* Begeisterung für Chemie. Anschließend durfte jeder seine drei favorisierten Mentees bzw. Mentoren auf einem Wunschzettel vermerken. In der Auswertung versuchten die Organisatorin zusammen mit der Trainerin alle Wünsche zu berücksichtigen. Dennoch war ich aufgeregt und tauschte mich mit den anderen aus. Ob wir wohl einen unserer drei Lieblingskandidaten bekommen würden? Tatsächlich hat es bei mir geklappt und seit Anfang März treffe ich nun meine Mentee Lisa. Das ist nicht immer einfach, wenn wir beide mal wieder sehr beschäftigt sind. Dennoch sind die Treffen spannend, vor allem da wir auf ein gemeinsames Ziel, die Schule zu schaffen und sich beruflich zu orientieren, hinarbeiten.

*Namen geändert