Interview mit ehemaligem Mentee Ekber Pala

Vielen Dank, dass du heute hier bei unserer Mitgliederversammlung als Gast dabei bist.
Stell dich doch bitte kurz unseren Lesern vor.

Ich heiße Ekber Pala. Mein Spitzname ist Ecko und ich bin 20 Jahre alt.

Ekber, was machst du in deiner Freizeit?

Ich war lange Zeit im Fußballverein aktiv und kurz davor mir einen Profi-Vertrag zu schnappen, aber aufgrund von regelmäßigen Verletzungen hat das dann leider nicht geklappt. Irgendwann hat es mir auch keinen Spaß mehr gemacht, immer wieder neu reinkommen zu müssen, um den Stammplatz zu behalten.

Jetzt gehe ich regelmäßig ins Fitnessstudio.

Du bist ja genau genommen ein ehemaliger Mentee von ROCK YOUR LIFE!, hast also schon einen Schulabschluss oder?

Ja, meinen mittleren Schulabschluss in der 10. Klasse habe ich sofort geschafft. Ich war aber noch ziemlich unentschlossen, was ich werden sollte. Deshalb habe ich erst mal ein Berufsvorbereitungsjahr gemacht.

Hat dir das BVJ bei der Orientierung geholfen?

Ja, schon. In dieser Zeit hatten wir zwei Praktikumsphasen. Das erste Praktikum habe ich im Reisebüro meiner Cousine absolviert, das zweite dann im Einrichtungshaus Poco Domäne. Ich denke, dass ich dort einen guten Eindruck hinterlassen habe, denn im Nachgang habe ich das Angebot für eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel bekommen.

Und das Angebot hast du dann auch angenommen?

Richtig. In dem Unternehmen ist es üblich, erst den zweijährigen Abschluss zum Verkäufer zu machen und dann eventuell auf das dritte Ausbildungsjahr zu verlängern. Im August 2014 habe ich dann also bei Poco-Domäne angefangen und zunächst alles im Unternehmen kennengelernt, aber auch schon richtig geackert. Am Anfang war ich in der Baumarkt Abteilung eingesetzt, aber als sie dann gemerkt haben, dass ich gut verkaufen kann, wurde ich in die Möbelabteilung versetzt. In meinem ersten Lehrjahr habe ich 1,2 Mio. Euro Umsatz für das Unternehmen gemacht, war also auf jeden Fall einer der verkaufsstarken Mitarbeiter. Der Gedanke war eigentlich, dass ich Küchenplaner werde. Aber kurz vor dem Abschluss meiner Ausbildung, kam dem der Neid meiner Kollegen in den Weg. Auf jeden Fall habe ich dann die zweijährige Ausbildung mit der mündlichen Prüfung zum Verkäufer abgeschlossen.

Wie ging es danach für dich weiter?

Ich hatte mich schon zuvor für das einjährige Fachabitur beworben und wurde angenommen. Jetzt bin ich mittendrin.

Das klingt nach einem zielstrebigen Weg. Wenn du vergleichst, wie du früher in der 9. Klasse warst, als du bei ROCK YOUR LIFE! angefangen hast und heute, was für Unterschiede siehst du da?

Da war ich auf jeden Fall sehr leise, hab nicht viel geredet.

Dann hat sich RYL! an meiner Schule vorgestellt und ich habe an der Veranstaltung mit meinem Bro Urcan Yildiz teilgenommen. An diesem Tag war auch Thomas Weiß dabei. Wir dachten uns sofort: der sieht cool aus, den wollen wir als Mentor haben.

Also habt ihr euch für RYL! entschieden, weil ihr Thomas so sympathisch fandet?

Ja, genau. Und weil man gemerkt hat, dass diese Menschen einem helfen wollen. Außerdem war es kostenlos.

Damals war auch so der Zeitpunkt, an dem wir beide dachten, wir müssten uns mal mehr einen Kopf um die Schule und unsere Ziele machen.

Was hast du dann gemeinsam mit Thomas bei RYL! erlebt?

Als es losging haben wir vor allem Hausaufgaben zusammen gemacht. In der 10. Klasse haben wir mich dann gemeinsam auf den Mittleren Schulabschluss vorbereitet. In meiner Abschlusspräsentation habe ich mit der Hilfe von Thomas sogar eine eins bekommen.

Habt ihr neben der beruflichen Vorbereitung auch andere Dinge bei RYL! gemacht?

Ja, wir haben auch einige Sachen miteinander unternommen. Wir waren zum Beispiel mal Fußball spielen, waren im Kino, gemeinsam essen. Thomas durfte auch meine Eltern zu Hause kennenlernen. Es hat sich halt eine richtige Beziehung entwickelt.

Was war das Beste, was du mit deinem Mentor erlebt hast?

Das Lachen. Wir haben uns oft gegenseitig sinnlose Witze erzählt.

Beende bitte folgenden Satz: Mein Mentor war für mich….

…der Beste, der Schärfste, der Geilste, der Coolste. Auf jeden Fall ein bester Freund. Er war immer da, wenn man ihn brauchte.

Trotzdem sind solche Dinge, wie Schulabschluss und Praktika ja vergleichsweise ernste Themen. Wie habt ihr euch gegenseitig motiviert weiterzumachen?

Das stimmt. Ich war eigentlich auch nie so wirklich der Typ, der lernt. Aber Thomas hat mir einfach Selbstbewusstsein mitgegeben und dann saß ich auf einmal öfter am Schreibtisch und hab gelernt. Irgendwann war ich dann…wie soll ich sagen…richtig ‚geil‘ auf Lernen und musste nicht mal mehr Thomas anrufen, um mich zu motivieren. Aber trotzdem habe ich noch oft seine Hilfe in Anspruch genommen.

Also hat dir RYL! auf jeden Fall einiges gebracht oder?

Auf jeden Fall! Und ich hab auch nicht vor dieses Projekt zu verlassen. Ich würde hier am liebsten in Rente gehen.

Wenn ich das richtig mitbekommen habe, habt ihr auch immer noch Kontakt mit Thomas oder?

Ja, richtig. Wir mochten ihn so, dass wir ihn auch nach unserem Schulabschluss immer mal wieder kontaktiert haben. Und das wird wohl auch ewig so bleiben.

Das klingt auf jeden Fall nach einer tollen und nachhaltigen Mentorin-Beziehung!
Ekber, ich wünsche dir weiterhin ganz viel Erfolg und sage Danke für das Interview.

Danke. Sehr gern.

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