Interview mit unserem Mentoring-Paar Lara und Farah beim Job-Coach-Training am 17. März 2018

Lara ist 22 und studiert Jura im 5. Semester an der HU.
Farah ist 16 und in der 9. Klasse. Sie ist vor 2 Jahren aus Syrien nach Deutschland gekommen.

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Warum habt ihr euch entschieden, bei RYL! mitzumachen?

Farah: RYL! kam zu meiner Schule und da dachte ich mir, wenn ich mit deutschen Menschen kommuniziere, hilft es mir, mein Deutsch zu verbessern, denn ich bin erst seit 2 Jahren in Deutschland.

Und bei dir, Lara?

Lara: Bei mir wurde RYL! in der Uni vorgestellt, aber dann hatte ich es erstmal ausgeblendet, weil ich nie Zeit hatte. Dann aber hat meine Freundin Barbara mir erzählt, dass sie bei RYL! mitmacht und da dachte ich, das ist schon ziemlich cool. Als es in der Uni vorgestellt wurde, klang das gar nicht so interessant. Ich fand eigentlich die Idee total cool, dass man eine Person hat, mit der man über 2 Jahre eine Beziehung aufbauen kann. Das ist eine lange Zeit und da kann man die Person gut kennenlernen und ein richtiges Vertrauensverhältnis miteinander haben. Also dachte ich mir, dass ich das schon gern machen würde.

Es sieht auch aus, als würde es mit euch beiden gut funktionieren. Was habt ihr denn erwartet, als ihr zu eurem Matching gegangen seid?

Lara: Ich hatte primär erstmal Angst, niemanden zu finden. Und dann, als ich da war, dachte ich “okay, was ist, wenn ich mit niemandem etwas zu sprechen habe?” Man muss ja beim Speed-Dating immer 3 Minuten mit jeder Person sprechen. Aber dann gab es immer Themenvorschläge und dadurch wurde es total einfach.

Farah: Ich dachte auch “Ohje, wer kommt jetzt mit wem zusammen?”

Lara: Aber wir haben sofort gebondet, denn ich war schon mal in Syrien und Farah und ich haben uns zuerst unterhalten.

Was habt ihr bisher schon zusammen gemacht?

Farah: Lara hat mich zu Hause besucht und meine Eltern kennengelernt und wir waren in der Bibliothek. Erzähl du, Lara.

Lara: Ja, also ich habe auch noch Farahs drei Geschwister kennengelernt. Beim zweiten Mal waren wir dann mit dem RYL!-Gutschein im Kino und haben “The Mountain between us” geguckt. Und beim letzten Mal waren wir in der Bibliothek in Friedrichshain, denn Farah liest gern. Dort haben wir eine Serie von Büchern gefunden, die heißt “Freche Mädchen”. Die habe ich früher auch gelesen und ich hab super viele Bücher davon zu Hause. Und du fandest die auch ganz interessant, Farah…

Farah: Ja genau. Und dann hat Lara mir ein Buch davon geschenkt.

Lara: Genau, ich hab halt ganz viele davon zu Hause und habe die alle schon gelesen, deswegen kann Farah sie nun lesen. Voll witzig eigentlich.

Farah, weißt du schon, was du nach der Schule machen möchtest?

Farah: Ich weiß noch nicht genau. Aber zuerst will ich meinen MSA schaffen. Und dann evtl. Abitur machen und studieren.

Habt ihr euch auf das Training an diesem Wochenende gefreut oder musstet ihr euch gegenseitig motivieren?

Lara: Also gegenseitig motivieren mussten wir uns nicht, ist halt immer nur so ein bisschen die Zeitfrage. Ich gehe sonst immer samstags zur Uni und nun ist das Training ja an beiden Tagen am Wochenende, das ist schon superlang für mich, weil ich ja immer noch was für die Uni machen muss. Aber motivieren musste ich mich nicht, denn ich dachte, dass es schon sehr sinnvoll sein wird. Ich fand auch das erste Seminar, das Kick-Off-Training mit Coach, sehr cool. Es ist auf jeden Fall interessant und ich finde auch den RYL!-Ordner gut, weil man damit immer was Greifbares hat.

Und du, Farah?

Farah: Ja, ich bin zwar krank aber sonst habe ich mich gefreut.

Lara: Es ist auch tatsächlich total sinnvoll sich Werte anzuschauen und zu überlegen, was man eigentlich machen möchte. Zum Beispiel die Übung mit dem roten Faden: Wenn man das erstmal weiß, dann hat man sich Gedanken darüber gemacht und ich denke, das machen viele von alleine halt nicht und hier machen wir es zusammen.

So, letzte Frage: Was wünscht ihr euch für die Zukunft? Was sind deine Ziele, Farah?

Farah: Ich möchte einen guten Job finden und weiter lernen und eine Familie gründen. Ich kann mir vorstellen, Übersetzerin oder Zahnärztin zu werden.

Lara: Du hast ja auch schon mal ein Praktikum beim Zahnarzt gemacht.

Farah: Ja genau, das hat mir auch gut gefallen und ich kann mir gut vorstellen, das später auch als Zahnärztin zu arbeiten.

Vielen Dank für das Gespräch ihr Beiden!

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