Impressionen _

Weihnachtsfeier 2014

 

Spendenlauf 2013

 

Plakataktion bei der Weihnachtsfeier am 06.12.2012

 

Die Wise Guys und Mitglieder des Kölner RYL!-Orga-Teams

Fernsehbeitrag von unseren Mentorenpaaren

 

 

RYL! Köln in der Presse

Geldspende von kölnmetall: Arbeitgeber der Metallbranche fördern zwei Bildungsprojekte - Köln Nachrichten, 4. August 2015

Wie eine große Schwester“ - Kölnische Rundschau, 09.09.2013

ROCK YOUR LIFE! Köln als Preisträger bei KölnEngagiert 2013

Interview mit Jeena und Berta- DRadio Wissen, 02.08.2012

„ROCK YOUR LIFE!“ - Eine Millionen und Ich – Deine Plattform für Engagement in Köln, 13.03.2012

Wie finden Hauptschüler den Weg an die Uni? - elfnachelf Nachrichten aus Köln, 16.10.2011

Außerdem hat Leonie Schwaiger, Studentin Online-Redakteur an der FH Köln, eine tolle und wirklich lesenswerte Reportage zur Arbeit von ROCK YOUR LIFE! Köln geschrieben. Wir bedanken uns bei ihr für die Berichterstattung und die Erlaubnis die Reportage hier zu veröffentlichen:

Bildungsungerechtigkeit an deutschen Schulen
Wenn die Herkunft bestimmt, wohin wir gehen
Von Leonie Schwaiger


Wie die meisten 15-Jährigen weiß Mirko noch nicht genau, was er einmal werden will. Doch die Zeit drängt: Der Sohn italienischer Einwanderer besucht die neunte Klasse einer Kölner Hauptschule und muss bald entscheiden, in welche berufliche Richtung er gehen will. Mirkos Eltern sprechen kein Deutsch. Seine Mutter arbeitet als Putzfrau, den Beruf seines Vaters kennt er nicht. Sein Bruder ist 18 und sucht schon seit zwei Jahren nach einer Ausbildungsstelle. Mirko selbst träumt vom beruflichen Gymnasium. Dort könnte er sein Abitur parallel zu einer Ausbildung machen. Die Erfolgschancen dieses ehrgeizigen Plans? Zumindest laut Statistik verhältnismäßig schlecht. Der Grund dafür sind nicht etwa Mirkos Noten, sondern seine Eltern.
Noch immer herrscht in Deutschland ein frappierender Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und dem Bildungserfolg von Schülern. Jugendliche wie Mirko mit Migrationshintergrund oder aus sozioökonomisch benachteiligen Schichten haben laut Bildungsbericht 2014 nach wie vor eine deutlich geringere Chance, das Gymnasium zu besuchen als andere. An dieser weiterführenden Schulart hat nämlich derzeit nur jeder fünfte Jugendliche einen niedrigen sozioökonomischen Status, während im Vergleich an Hauptschulen jeder dritte Schüler aus einer benachteiligten Schicht kommt. Das beobachtet auch Kerstin Reich, Mirkos Klassenlehrerin an der Adolph-Kolping-Hauptschule in Köln-Kalk: „Schüler aus höheren sozialen Schichten sind verhältnismäßig selten bei uns.“ Aktuelle Statistiken geben ihr recht: Nur sieben Prozent der Schüler mit gutem sozialen Hintergrund streben einen Hauptschulabschluss an. Wer jedoch aus einem bildungsfernen Elternhaus kommt, besucht öfter eine Haupt- oder Realschule und beginnt zudem seltener ein Studium. Diese Kinder und Jugendlichen haben es also im deutschen Bildungssystem und folglich auf dem Arbeitsmarkt deutlich schwerer als andere - und müssten ganz anders gefördert werden.
Genau hier setzt das Konzept der gemeinnützigen Initiative „ROCK YOUR LIFE!“ an. Die 2009 gegründete gGmbH brachte die Idee eines Eins-zu-Eins-Coachings für Hauptschüler auf den Weg. Hierbei steht den Jugendlichen während der neunten und zehnten Klasse ein Student mit Rat und Tat zur Seite, der sie begleitet und coacht. Das Programm richtet sich besonders an Schüler, deren Startbedingungen etwas schwieriger sind als die der anderen Kinder. Elisabeth Hahnke, eine der Gründerinnen des Projekts, kommt selbst aus der Platte in Berlin-Hellersdorf und kennt das Milieu. Vor ihrem Studium an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen hatte sie selbst kaum Kontakt zu Leuten, die eine Bildungskarriere absolviert haben. „Ich wollte immer wissen, weshalb es manche schaffen und andere nicht. Warum verharren so viele in dem, was sie kennen, und andere gehen weiter?“ Diese Frage ließ die heute 30-Jährige Unternehmerin nicht mehr los. Die Zahl der Jugendlichen, die es nicht schaffen, ihr Umfeld zu verlassen, habe sie schockiert. „Über 40 Prozent der Schüler mit Hauptschulabschluss münden in das Übergangssystem ein. Das kann ja kein individuelles Problem sein, das muss ein Fehler im System sein“, sagt Hahnke. Ihre Konsequenz: selbst etwas dagegen tun. Gemeinsam mit anderen Studenten gelingt es ihr, im Laufe von fünf Jahren ein deutschlandweites Netzwerk von „ROCK YOUR LIFE!“ aufzubauen; mittlerweile gibt es über 40 Standorte in ganz Deutschland, rund 2000 teilnehmende Schüler und 2400 Studenten, Tendenz steigend.
Auch im nordrhein-westfälischen Köln ist das Projekt seit 2010 aktiv. Eines der derzeit etwa 50 Coaching-Paare besteht aus der 16-jährigen Hauptschülerin Michelle und der
Psychologie-Studentin Kim. An einem Montagabend lernen sie gemeinsam Mathe für eine bevorstehende Prüfung. Binomische Formeln, Gleichungen und Vektorrechnung - das Pensum ist hoch, denn Michelle will im Sommer ihren mittleren Schulabschluss in der Tasche haben und eine Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten beginnen. Deswegen greift Kim auch beherzt zum Rotstift, während die beiden an den Hausaufgaben der Hauptschülerin sitzen - Michelle muss noch einiges aufholen. Kim ist längst nicht mehr mit allem einverstanden, was im Schulalltag der 16-Jährigen vor sich geht. Zu viele Stunden fallen aus, zu oft werden die Schüler mit dem Stoff alleine gelassen. „Sie brauchen einfach jemanden, der sie da unterstützt. Michelles Eltern haben oft auch nicht die Zeit dazu“, sagt die Mittzwanzigern. Ein wenig enttäuscht sei sie von dem Schulsystem, was dort organisatorisch alles schief laufe, könne sie gar nicht in einem Satz zusammenfassen. Es bestärkt sie jedoch in ihrem ehrenamtlichen Engagement für das Mentoring-Programm, denn hier merkt sie, dass es vorangeht und die Schüler wirklich etwas mitnehmen. Vor mehr als einem Jahr wurden Michelle und Kim von „ROCK YOUR LIFE!“ zusammengeführt und sehen sich längst nicht mehr nur als Coach und Mentee. Alle ein bis zwei Wochen treffen sie sich, mal zum Lernen, mal einfach nur zum Kaffeetrinken. „Am Anfang war es schon komisch“, gibt Michelle zu, „aber wir waren uns gleich sympathisch.“ In den letzten Monaten entstand nicht nur eine gute Freundschaft, sondern das Duo hat auch einiges erreicht: Michelle schaffte den Übertritt in die 10. Klasse mit so guten Noten, dass sie nun den Klassentyp B besuchen kann und sogar die Chance hätte, im nächsten Schuljahr auf das Gymnasium zu wechseln.
Nur wenigen Hauptschülern gelingt in Deutschland dieser Schritt zu einem besseren Abschluss. Auf jeden Aufwärtswechsel bei den Schularten Hauptschule, Realschule und Gymnasium kommen derzeit fünf Abwärtswechsel, so der Bildungsbericht 2014. Dessen ist sich auch Ronald Lappert, Schulleiter der Adolph-Kolping-Hauptschule in Köln-Kalk, bewusst. „Wir sind hier in einem sozialen Brennpunkt. Unser Ziel ist es, jedem Schüler einen Abschluss zu ermöglichen, da sind wir manchmal auch mit einem 4er-Schnitt zufrieden.“ Denn ein Schulabschluss sei in Deutschland fast unverzichtbar, so Lappert. Von rund 120 Schulabgängern im letzten Schuljahr hätten etwa fünf ihren Abschluss nicht geschafft. Damit liegt die Schule über dem Durchschnitt; 2013 gingen 5,2 Prozent der Schüler von allgemeinbildenden Schulen ohne Hauptschulabschluss ab, das entspricht rund 46.000 Jugendlichen. Der Anteil der Ausländer ist hierbei noch immer auffallend hoch: Etwa 8.500 der Schulabgänger ohne Abschluss haben keinen deutschen Pass, also fast ein Fünftel. Diese Zahlen seien auch immer wieder Grund für Vorurteile, gibt der Schulleiter zu. Auch ein Grund dafür, weshalb er ein Projekt wie „ROCK YOUR LIFE!“ unterstützt. „Hier prallen Welten aufeinander, aber im positiven Sinn“, so der Schulleiter. „Wer sich die Menschen, auf die er trifft, ohne Vorurteile ansieht, wird merken, dass es menschlich im Grunde keine Unterschiede gibt zwischen den Studenten und den Schülern. Das Projekt ermöglicht ihnen, das Liebenswerte aneinander zu entdecken.“ Seit dem Schuljahr 2014/2015 nimmt die Schule an dem Programm teil. Auch Mirkos Klassenlehrerin Kerstin Reich zeigt sich begeistert: „Die Studenten können den Jüngeren einfach einmal eine andere Welt zeigen, dass es noch mehr gibt als Köln-Kalk. Bewerbungstrainings, Ausbildungsstellen suchen - das ist alles realitätsnah.“ Bisher läuft das Projekt sehr gut an, erklärt Reich. Die Schüler nähmen die Unterstützung begeistert an und wären sehr dankbar über die Zuwendung der Studenten.
„Unser Ziel ist es, den Jugendlichen in einer sowieso schon schwierigen Lebensphase zu helfen. Pickel, Liebeskummer, Stress mit den Eltern - in diesem Alter kann man schon einmal den richtigen Weg aus den Augen verlieren“, sagt Elisabeth Hahnke. Eine weitere große Aufgabe für die Schüler: ihr eigenes Potential entdecken. „Sie müssen sich einfach selbst besser kennen lernen: Was begeistert sie, was sind ihre
Ziele, wo liegen ihre Stärken? Dabei sollen unsere Studenten und auch all unsere gemeinsamen Aktivitäten sie unterstützen.“ Besonders für Hauptschüler sind die 9. und 10. Klasse eine Zeit, in der wichtige Entscheidungen getroffen werden müssen und die Wahl ist nicht immer leicht. Allein über 300 Ausbildungsberufe gibt es in Deutschland, hinzukommen die Möglichkeiten, weiterhin die Schule zu besuchen oder auch eine duale Ausbildung zu beginnen.
Hier zu helfen, hat sich zudem die Bundesagentur für Arbeit zum Ziel gesetzt. Mit zahlreichen Angeboten setzt sie sich dafür ein, den Jugendlichen eine gute Wahl und einen möglichst reibungslosen Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen. „Unser Ansatz ist der individuelle Förderbedarf der Jugendlichen, egal woher sie kommen oder welchen Schulabschluss sie haben. Trotzdem legen wir ein besonderes Augenmerk auf Schüler mit Hauptschulabschluss und vor allem auch auf die ohne Abschluss. Es ist eine starke Gruppe, die auch in den Ausbildungsmarkt integriert werden muss, was manchmal nicht ganz leicht ist“, so Roswitha Alich-Meyer, Beraterin im Fachbereich Ausbildungsmarkt. Die Bundesagentur für Arbeit konnte bisher viele Möglichkeiten für Schüler einräumen, während der Schule, nach dem Abschluss oder während der Ausbildung Hilfe in Anspruch zu nehmen. Doch nicht immer wird von den Jugendlichen auch darauf zurückgegriffen: „Es gibt tatsächlich Probleme beim Zugang. Wir haben vielfältige Angebote, die aber zum Teil nicht vollständig angenommen werden; gerade auch von Jugendlichen mit Migrationshintergrund - vielleicht, weil es als Makel angesehen wird“, erklärt Alich-Meyer. Dennoch haben sich in Nordrhein-Westfahlen im vergangenen Schuljahr rund 69 Prozent der Schulabgänger bei der Agentur für Arbeit beraten lassen und sich als ausbildungssuchend gemeldet, davon etwa 14 Prozent mit ausländischer Staatsbürgerschaft. Von den circa 142.000 Ausbildungssuchenden waren am Ende etwa 95 Prozent versorgt: mit einer Ausbildungsstelle, einer berufsvorbereitenden Maßnahme oder auch einer weiteren Schullaufbahn. Fünf Prozent hingegen, das entspricht fast 6600 Schülern, gelang es nicht, einen direkten Anschluss an die Schule zu finden. Noch immer zu viel, auch in den Augen von Roswitha Alich-Meyer.
Eine Beratung bei der Agentur für Arbeit zieht der 15-jährige Mirko derzeit nicht in Betracht: „Ich möchte es gerne alleine schaffen, vielleicht bin ich da etwas zu ehrgeizig.“ Die Unterstützung von „ROCK YOUR LIFE!“ hingegen wollte er gerne annehmen, seit einigen Wochen trifft er sich mit seinem Coach Alex. „Bei Mirko liegt mir besonders am Herzen, ihm zu zeigen, was man alles machen kann. Mit ihm möchte ich mir gerne verschiedene Berufsbilder ansehen, mal in Unternehmen vorbeischauen, ihm Freunde vorstellen, die einem bestimmten Beruf nachgehen. Und er soll lernen, dass ihm nicht peinlich sein muss, dass er auf eine Hauptschule geht“, sagt der 27-jährige Student. Das würde Mirko zwar nie so sagen, allerdings vermutet sein Alex manchmal, dass dies ein wunder Punkt für den Jugendlichen ist.
Spätestens seit den Pisa-Ergebnissen der letzten Jahre ist in Deutschland klar, der Zusammenhang zwischen Bildungserfolg und sozialer Herkunft muss aufgebrochen werden. „Das ist unser großer Ziel“, erklärt ein Sprecher des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes NRW. „Es ist uns aber auch klar, dass das nicht von heute auf morgen gehen kann, wir haben da eine langfristige Verbesserung im Blick.“ Das Problem an sich ist jedoch nicht erst seit gestern bekannt. Bereits in den 60er- und 70er-Jahren entstanden Debatten über diese heute noch aktuellen Themen. Weshalb man dennoch bisher nicht von einem wirklichen Fortschritt auf diesem Gebiet sprechen kann, hält Dr. Nils Berkemeyer, Schulforscher an der Universität Jena, für eine schwierige Frage. „Ein Grund könnte sein, dass der gesellschaftliche Wille zu verharren viel stärker ist als der Reformwille. Zudem stellt sich die Frage, welche Lehrkräfte eigentlich unterrichten. Wir müssen damit rechnen, dass angehende
Lehrkräfte von einer natürlichen Verteilung der Leistungskräfte ihrer Schüler ausgehen und weniger die soziale Konstruiertheit von Leistung sehen.“ Leistung ist jedoch kein objektiver Wert, das beweisen auch die Ergebnisse von Pisa. Laut Berkemeyer zeigen diese, dass Hauptschüler oft dieselben Fähigkeiten hätten wie Gymnasiasten, zumindest gäbe es einige Überlappungen; viele Hauptschüler könnten also ebenso im Gymnasium gut mithalten. „Die Idee, dass in der Schule objektive Leistungen gemessen werden, ist ein Mythos; aber daran hält man hartnäckig fest - vielleicht, weil die andere Erklärung nicht leicht hinzunehmen ist, dort hat man nämlich kaum Eingriffsmöglichkeiten. Es ist schwierig, gegen das komplexe Gefüge aus Sozialisationseffekten, die durch die Familie entstehen, und gegen die sich so entwickelnden Ungleichheitspotentiale anzugehen. Ein unglaublich anstrengender Job.“ Besonders wichtig in den Augen des Schulforschers: Künftig bundesweit ein besseres Controlling aufzubauen, damit sich die im Zusammenhang mit Bildung erhobenen Daten besser auswerten lassen. So könnte man den Wandel im deutschen Schulsystem leichter kontrollieren und optimieren.
Doch für Schüler wie Michelle und Mirko, die in den nächsten Jahren das Beste aus ihrer Schulbildung machen sollten, kommen diese Pläne zu spät. Sie müssen sich selbst helfen und vor allem: sich helfen lassen. Die Initiative von „ROCK YOUR LIFE!“ steht dabei nur dank intensiver Arbeit nicht jedes Jahr wieder auf der Kippe. Trotz diverser Bemühungen wird das Programm noch nicht von öffentlichen Geldern unterstützt, sondern ist auf Spenden und die Teilnahme an Wettbewerben angewiesen. „Wenn der Staat mit uns einen Schulterschluss machen und uns finanziell unterstützen würde, wäre das genial. Wir sind so nah dran an der Zielgruppe, viele unserer Studenten kommen selbst aus bildungsfernen Schichten - sie kennen es, dass man sich durchkämpfen muss. Kaum jemand kann den Schülern also besser helfen“, erklärt Elisabeth Hahnke. „Aber nach sieben Jahren Bildungsarbeit in Deutschland habe ich die Erfahrung gemacht, dass das noch nicht funktioniert. Man investiert ungern in etwas, bei dem man dann nicht die Kontrolle hat und setzt lieber auf Altbekanntes.“ 2014 wurden fast 121 Millionen Euro in Deutschland für den Sektor Bildung ausgegeben, sogar 3,6 Millionen mehr als noch im Vorjahr - für „ROCK YOUR LIFE!“ blieb jedoch nichts übrig.
Die Initiative konnte in den letzten Jahren dennoch erfolgreich wachsen - zum Wohle vieler hundert Schüler, darunter Michelle und Mirko. Sie freuen sich auf die nächsten Monate, wollen ihre Pläne verwirklichen und ihre Abschlüsse schaffen. Vor allem zählen sie auf die Hilfe ihrer Mentoren. Michelle weiß, dass sie im Vergleich zu anderen nun einen Vorteil hat - und eine neue Freundin. „Wir werden uns sicher auch noch treffen, wenn die Schule vorbei und das Programm eigentlich zu Ende ist.“
Mirko und Alex hingegen stehen noch am Anfang, müssen sich erst richtig kennen lernen, ein wenig beschnuppern, an den Zielen feilen. Vor allem das gegenseitige Vertrauen steht dabei im Vordergrund. „Am Anfang hatte ich Angst, Alex könnte streng sein“, gibt Mirko verschämt grinsend zu. Doch diese Befürchtung erwies sich als völlig unberechtigt. Alex setzt hier ganz andere Prioritäten. „Strenge und Disziplin sind eigentlich keine Aufgaben der Mentoren. Mir ist wichtig, Mirko zu zeigen, dass ich jemand bin, dem er alles erzählen kann. Egal ob Noten, Stress mit den Mädchen oder andere Dinge - man will den Jugendlichen zur Seite stehen, sie begleiten wie ein großer Bruder oder eine große Schwester.“ Noch lässt sich nicht sagen, ob diese Beziehung so erfolgreich wird wie bei Michelle und Kim. Doch auf jeden Fall ist Mirko nun nicht mehr ganz auf sich alleine gestellt bei den Entscheidungen, die sich auf seine Zukunft auswirken. Eine Unterstützung, die den Unterschied ausmachen könnte.

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