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RYL!-News _

Wir feiern unsere Ehrenamtlichen! [18.09.2018]

„Ohne die vielen Frauen und Männer, die in Deutschland ein Ehrenamt ausüben [...] wäre unser Land um vieles ärmer und unser Gemeinwesen so nicht denkbar.“ Dieses Zitat von Helmut Kohl ist zwar schon zwanzig Jahre alt, aber auch im Jahr 2018 noch brandaktuell.

In dieser Woche würdigt das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) mit der 14. Woche des Bürgerschaftlichen Engagementsden Einsatz aller Ehrenamtlichen in Deutschland. Die Zahl der Engagierten steigt jährlich – auf zuletzt knapp 15 Millionen Menschen. Trotzdem sind noch immer über 83% der Deutschen nicht ehrenamtlich tätig. Dabei gibt es zahlreiche Möglichkeiten: In der Jugendarbeit, der Kirche, bei Rettungs- und Sanitätsdiensten, in Sportvereinen - überall werden freiwillige Helfer gesucht.

Auch bei ROCK YOUR LIFE! sind die Wege, ehrenamtlich aktiv zu werden, vielfältig. Neben dem klassischen Engagement als Mentor gibt es viele weitere Positionen im Verein. Mentoring-Paar-Koordinatoren betreuen und begleiten mehrere Mentoring-Paare, Presse-Beauftragte kümmern sich um die Öffentlichkeitsarbeit, Netzwerk-Koordinatoren bauen Kontakte zu Unternehmen auf und pflegen diese, Schatzmeister verwalten die Finanzen und so weiter. Jan-Lukas vom Standort Augsburg ist von seinem Team begeistert: „Aktive bei ROCK YOUR LIFE! brennen für die Sache. Ganz egal aus welchem Grund jemand dabei ist, jeder will etwas bewegen und ist bereit, dafür eine Extrameile zu laufen. Das bedeutet (soziales) Engagement für mich.” Mit einem Ehrenamt bei ROCK YOUR LIFE! hat man nicht nur das gute Gefühl, anderen Menschen helfen zu können. Unsere Mitglieder entfalten mit ihrem Engagement das Potential junger Menschen. Sie übernehmen Verantwortung, erwerben wichtige soziale Kompetenzen und nehmen bei der Vereinsarbeit viel für Leben und den Beruf mit. Lydia aus Hamburg fasst die Gründe für ihr Engagement zusammen: „Ich engagiere mich ehrenamtlich, weil ich in der Welt einen Unterschied machen möchte. Und wo soll man anfangen, wenn nicht im Kleinen, direkt um sich herum? Ich möchte mit Menschen in Austausch kommen, etwas weiter- und zurückgeben und denen helfen, die sich vielleicht nicht immer selbst helfen können.“

Wir möchten die Gelegenheit nutzen und all unseren ehrenamtlichen Rockern für ihr Engagement danken! Ihr seid großartig!

Bildung rockt: Eine ZDF-Reportage über ROCK YOUR LIFE! und mehr Chancengleichheit [12.09.2018]

Bildungs(un)gerechtigkeit ist ein wichtiges und immer wiederkehrendes Thema in der Öffentlichkeit. Das dachten sich wohl auch die Produzenten des ZDF-Format „Plan B“ bei der Konzeption ihrer Reportage „Bildung rockt“. Sie machten sich auf die Suche nach Lösungen und fanden ein vorbildliches Schulsystem, die beste Schule Deutschlands – und ROCK YOUR LIFE!.

Celil, 16, Hauptschüler und Joshua, 23, Student. Zwei junge Menschen, die außer ihrem Wohnort München nicht viel gemeinsam haben. Ohne ROCK YOUR LIFE! hätten die beiden sich vermutlich nie kennengelernt. Jetzt lernen sie als Mentoring-Paar gemeinsam für Celils Prüfungen, treiben Sport und wollen Celils Traumberuf verwirklichen. Damit eröffnen sich Celil neue Wege und Möglichkeiten, die zuvor unerreichbar schienen. Auch Joshua profitiert von der Mentoring-Beziehung, wächst über sich hinaus und lernt Celils Perspektive kennen.

ROCK YOUR LIFE! setzt sich tatkräftig für Chancengleichheit ein und ist dabei nicht allein. In der Reportage zeigt auch die beste Schule Deutschlands, die berufsbildende Elisabeth-Selbert-Schule in Hameln, wie sie für Bildungsgerechtigkeit kämpft – mit Mitbestimmung, der Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln und individueller Förderung. So formuliert Direktorin Gisela Grimme treffend: „Hier in der Schule kriegt man eine zweite, dritte und manchmal auch eine vierte Chance, denn wir haben eben die Schüler, die wir haben.“

Doch wie funktioniert Schule eigentlich in einem Land, in dem Bildungsgerechtigkeit besonders gut funktioniert? So wirft Plan B auch ein Blick auf dn europäischen Spitzenreiter Estland. Dort entstehen Schülern und Eltern keine Kosten durch Schulbücher, Schulessen und den Weg in die Schule. In der deutschen Schule in Tallinn beispielsweise investieren sie viel in Zusatzpersonal. „Die Eltern müssen nichts zusätzlich organisieren, wie den Zugang zu Logopäden, Psychologen, Sprach-Nachhilfe oder das Erlernen eines Musikinstruments. Unabhängig von ihrer Herkunft haben so alle Schüler die gleichen Möglichkeiten“, erzählt Direktor Kaarel Rundu.

Wie Celil gemeinsam mit Joshua seinen Traumberuf erreichen will, was die beste Schule Deutschlands alles zu bieten hat und welche weiteren – in Deutschland noch unvorstellbaren – Angebote es an der estnischen Schule gibt, sehen Sie ab jetzt online auf Abruf in den Mediatheken von ZDF und ARTE.

ROCK YOUR LIFE! Alumni erfüllen den größten Traum eines Mentoring-Paars [05.09.2018]

Nach der aktiven Zeit muss mit dem Engagement bei ROCK YOUR LIFE! doch noch nicht Schluss sein. Das dachten sich zehn ehemalige Mitglieder aus unterschiedlichen ROCK YOUR LIFE! Vereinen im Jahr 2016 und wollten sich weiterhin für mehr Bildungsgerechtigkeit in Deutschland einsetzen. So wurde die Idee des ROCK YOUR LIFE! Alumni e. V. geboren und der Verein am 8. Oktober 2016 offiziell gegründet.

Neben der Unterstützung verschiedener Projekte aus dem Netzwerk haben die Alumni ein eigenes Mentoring-Programm auf die Beine gestellt. Aus dem Wunsch heraus, Wissen an die nachfolgende Generation weiterzugeben, startete im Mai 2017 das Programm Level Up!. Dabei unterstützt ein Alumnus als Mentor einen Vereinsvorsitzenden als Mentee.

Die beiden Vorsitzenden aus Mainz, Iris und Clara, nehmen bereits teil. Seit mehreren Monaten skypen sie regelmäßig mit ihrer Mentorin und Alumna Lydia. „Wir sprechen offen und ehrlich über alles, was uns bei unserer Vereinsarbeit beschäftigen,“ erzählen Iris und Clara. Dabei geht es um verschiedenste Themen, zum Beispiel wie sie neue Teammitglieder erfolgreich einbinden oder eine positive Stimmung bei den Teamtreffen schaffen können. Zu wissen, dass ihre Mentorin schon vor vergleichbaren Herausforderungen stand und ähnliche Erfahrungen gemacht hat, empfinden Iris und Clara als hilfreich. „So fühlt man sich direkt verstanden und kann Tipps gut annehmen. Gemeinsam können wir unsere Ideen reflektieren, weiterentwickeln und überprüfen“, so die Mainzerinnen.

Ein weiteres spannendes Projekt des Alumni e. V. ist der ROCK YOUR LIFE! Contest. Damit wollen sie das Herzstück von ROCK YOUR LIFE! – die Mentoring-Paare – stärken. Deshalb zielt der Contest auf den größten Wunsch der Mentoring-Paare ab. Alle Paare, die ihren gemeinsamen Wunsch, wie beispielsweise ein Ausflug nach Hamburg zum Musical König der Löwen,auf Facebook oder Instagram teilten, haben noch bis zum 7. September die Chance auf den Gewinn. Die Sieger erhalten 500 Euro, um ihren Wunsch nach dem Motto „Geld spielt keine Rolle“ zu verwirklichen.

Interesse Mitglied zu werden? Hier gibt’s alle Infos.

„Ich habe schon einen Traumberuf, den ich unbedingt erreichen will“ [29.08.2018]

Einmal hinter die Kaffeetheke blicken, verschiedene Kaffeesorten probieren und anschließend sogar mehrere Kaffeespezialitäten zubereiten – das und vieles mehr erlebten unsere Mentees in Bonn und Leipzig bei den Barista Days im Rahmen unserer Kooperation mit Starbucks. Nach aufregenden vier Stunden hinter der Bar haben wir Anna* nach ihren Erlebnissen gefragt. Die 16-Jährige besuchte im vergangenen Schuljahr die Realschule Hardtberg und nun wechselt sie an die Gesamtschule in Bonn.

ROCK YOUR LIFE!: Hallo Anna! Schön, dass du heute Zeit für ein Interview hast. Erst mal zum Einstieg, warum hast du dich entschieden, am ROCK YOUR LIFE! Mentoring-Programm teilzunehmen?

Anna: Vor ungefähr zwei Jahren besuchten uns einige Studenten im Unterricht. Mir hat ihre Vorstellung von ROCK YOUR LIFE! gefallen und das Programm klang spannend. Da habe ich mich direkt angemeldet. Als ich dann beim ersten Treffen war, habe ich gemerkt, das ist auf jeden Fall etwas für mich.

ROCK YOUR LIFE!: Wie läuft es mit der Mentorin aktuell?

Anna: Es läuft sehr gut. Wir treffen uns regelmäßig zum Reden und gehen ins Café oder etwas essen. Es tut sehr gut, wenn ich mir bei ihr Dinge von der Seele reden kann. Wir sprechen auch sehr oft über die Zukunft und wie es für mich nach der Schule weitergeht. Sie unterstützt mich immer und hat mich zum Beispiel auch motiviert am Barista Day mitzumachen.

ROCK YOUR LIFE!: Super, dass du es ansprichst. Wie war denn dein Tag als Nachwuchs-Barista bei Starbucks?

Anna: Es war sehr cool. Ich habe erlebt, was hinter der Theke bei Starbucks passiert, wenn die ganzen Kunden Kaffee, Kuchen und noch mehr wollen. Nach einer Einführung habe ich dann Schokoladensoße selbst zubereitet, natürlich Kaffee gemacht und Proben von neuen Kaffeespezialitäten an Kunden verteilt. Dabei war das Milchaufschäumen erst mal eine Herausforderung, weil es anfangs nicht geklappt hat. Da braucht man Feingefühl, aber dann haben mir die Mitarbeiter geduldig geholfen, bis der Milchschaum super war.

ROCK YOUR LIFE!: Starbucks bietet unseren Mentees auch an, eine Ausbildung als Systemgastronom zu absolvieren. Ist das etwas für dich nach dem tollen Tag als Barista?

Anna: Also ich habe mich bei der Arbeit sehr wohl gefühlt und die Starbucks-Mitarbeiter waren total nett zu mir. Aber ich habe schon einen Traumberuf, den ich unbedingt erreichen will.

ROCK YOUR LIFE!: Was ist denn dein Traumberuf?

Anna: Ich möchte sehr gerne Kinderärztin werden, denn ich will Kindern helfen und finde den Beruf Ärztin spannend. Mit meiner Mentorin schaue ich dann gerne meine Lieblingsserie, Grey’s Anatomy, zusammen und wir sprechen danach darüber, wie es wohl ist, Ärztin zu sein. Sie erzählt mir auch von einem ihrer Bekannten, der ist bereits Arzt, oder wir diskutieren gerade sehr viel über den NC für das Medizinstudium und ob er denn nun bald abgeschafft wird oder nicht. Es ist toll, dass sie mich da so unterstützt. Daher bin ich jetzt nach meiner Realschulzeit auch an die Gesamtschule gewechselt. Hier will ich das Abi machen, um danach Medizin zu studieren.

ROCK YOUR LIFE!: Wow, das klingt toll. Inwieweit hat dir ROCK YOUR LIFE! auf deinem Weg, Kinderärztin zu werden, geholfen?

Anna: Besonders unterstützt hat mich wie gesagt meine Mentorin und das macht sie ja immer noch. Aber es war auch toll, dass ich durch ROCK YOUR LIFE! mal ganz andere Sachen erlebt habe, die ich sonst nicht gemacht hätte, und viele verschiedene Einblicke erhalten habe wie zum Beispiel bei Starbucks. Dadurch habe ich gemerkt, dass Kinderärztin immer noch mein Traumberuf ist, den ich unbedingt erreichen will.

ROCK YOUR LIFE!: Was möchtest du anderen Schülern sagen, die sich gerade überlegen bei ROCK YOUR LIFE! teilzunehmen?

Anna: Ich würde ihnen sagen: „Nutzt eure Chance! ROCK YOUR LIFE! macht garantiert Spaß und ihr seht die Welt aus einem ganz anderen Blickwinkel.“


*Name geändert

Bildungsmonitor 2018: „Wir brauchen einen Bildungsaufbruch!“ [22.08.2018]

Mehr Schulabbrecher, deutschlandweit sinkende Leistungen bei Schülern in Deutsch und Mathe sowie Nachholbedarf bei Computernutzung und IT-Kompetenz in der Schule – all das bestätigt der jährlich erscheinende Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

„Der erstmals im Bildungsmonitor beobachtete Rückschritt bereitet Sorge. Die Schulabbrecherquote unter Ausländern nimmt zu, die Bildungsarmut steigt. Wir brauchen einen neuen Bildungsaufbruch und dabei mehr Qualität für bessere Teilhabechancen“, so Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM. Gute Teilhabe- und Bildungschancen sind jedoch elementar für den Start in ein erfolgreiches und glückliches Leben vor allem nach der Schule wie auch die vierte World Vision Kinderstudie zeigt.

Doch wie kann man dem Trend sinkender Teilhabechancen entgegenwirken und was hat die Bundesregierung in diesem Bereich vor? Prof. Dr. Axel Plünnecke, Studienleiter des Bildungsmonitors, erklärt: „Die Pläne der Bundesregierung im Koalitionsvertrag und die Aktivitäten der Länder zeigen zwar in die richtige Richtung, reichen aber nicht aus. Eine stärkere Priorisierung der Integrationsaufgabe durch die Politik ist wünschenswert.“ Aus unserer Sicht bedarf es jedoch noch mehr, denn bloße Eingliederung schafft noch keine Chancengleichheit oder gar Bildungsgerechtigkeit. Daher unterstützen wir junge Menschen sowohl bei ihrer schulischen und beruflichen Entwicklung als auch in ihrer persönlichen Entfaltung durch unser Eins-zu-Eins-Mentoring-Programm zwischen Schülern und Studierenden. Damit wirken wir Bildungsarmut und fehlenden Teilhabechancen entgegen. Denn selbstbewusste, gut vorbereitete junge Menschen mit einem Ziel vor Augen werden erfolgreicher Teil unserer Gesellschaft.